Zeichnung einer Baustelle

1.3 Kalkulationsabgleich – Arbeitsvorbereitung der Kalkulation und deren Nutzen für die Bauleitung

Die von der Bauleitung im BZP Soll-Null (siehe BZP Soll-Null 1.2) geplanten Gesamtstunden des Bauvorhabens sowie die sich daraus ergebende Bauzeit sind mit der Kalkulation abzugleichen. Die in der Kalkulation vom Kalkulator vorgesehenen Arbeitskräftestunden im Gesamtbauvorhaben und die Anzahl der Werktage sollten mit der vorgesehenen Arbeitsvorbereitung des Bauleiters weites gehend übereinstimmen. Treten hier größere Differenzen auf, ist ein vertiefendes Gespräch mit der Kalkulation sinnvoll (siehe Übergabegespräche 1.4). ). Da das Leistungsverzeichnis und der Bauzeitenplan unterschiedlichen Strukturen unterliegen ist ein Abgleich im Detail schwierig bis unmöglich und in der Regel nur für das Gesamtbauvorhaben oder größere Bauabschnitte sinnvoll.

Musterprojekt Bauablaufstörung

In unserem Bauprojekt stellen wir beim Kalkulationsabgleich folgendes fest:

Gesamtstunden laut Kalkulation: 2.118,25 h
Stunden gemäß Arbeitsvorbereitung Bauleitung: 2.360,00 h

Die Differenz der Stunden sollte im Übergabegespräch (siehe Übergabegespräche 1.4) zwischen Kalkulator und Bauleitung geklärt werden.

Voraussichtliche Bauzeit laut Kalkulation: 59 Tage
Voraussichtliche Bauzeit laut Bauleitung: 59 Tage

Sowohl Kalkulation als auch Bauleitung gehen von 59 Werktagen Bauzeit aus. Beide nehmen hier das vertraglich vereinbarte Bauende an (siehe Vertragsprüfung 1.1).