SiGe-Plan erstellen: Pflichten, Inhalt und Vorlagen

Ein SiGe-Plan ist der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan nach Baustellenverordnung § 2 mit gefährdungsspezifischen Schutzmaßnahmen, Zuständigkeiten und zeitlicher Abfolge der Sicherheitsvorkehrungen auf einer Baustelle. Er ist Pflicht bei Bauarbeiten über 30 Arbeitstage mit mehr als 20 Beschäftigten oder bei 500 Personentagen Umfang.

📋 Kurz zusammengefasst

Der SiGe-Plan wird vom Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) erstellt, der vom Bauherrn bestellt wird. Pflichtinhalte nach RAB 31 sind Beschreibung der Baustelle, beteiligte Firmen, zeitliche Abfolge, gefährdungsspezifische Schutzmaßnahmen, Erste-Hilfe und Notfallplan. Erstellung kostet 500 bis 3.000 Euro je nach Projektgröße. SiGe-Plan-Software wie SiGeBau, Quentic oder Adams kostet 30 bis 80 Euro pro Nutzer und Monat. Wer keinen Plan vorlegt, riskiert Bußgelder bis 25.000 Euro und Bauarbeits-Stopp durch das Aufsichtsorgan.


Wann ist ein SiGe-Plan Pflicht?

Ein SiGe-Plan ist nach Baustellenverordnung § 2 Pflicht, wenn die Baustelle voraussichtlich länger als 30 Arbeitstage dauert und gleichzeitig mehr als 20 Beschäftigte tätig sind, oder wenn der Arbeitsumfang 500 Personentage überschreitet. Zusätzlich Pflicht bei besonders gefährlichen Arbeiten nach Anhang II der Baustellenverordnung, unabhängig von der Größe.

Die Schwellenwerte gelten getrennt für die zeitliche und personelle Dimension. Eine Baustelle mit 40 Arbeitstagen und 15 Beschäftigten ist nicht SiGe-Plan-pflichtig (Personenzahl unter 20). Eine Baustelle mit 25 Arbeitstagen und 25 Beschäftigten ist auch nicht pflichtig (Arbeitstage unter 30). Erst beide Schwellen zusammen oder das alternative 500-Personentage-Kriterium lösen die Pflicht aus.

Besonders gefährliche Arbeiten nach Anhang II Baustellenverordnung lösen die SiGe-Plan-Pflicht unabhängig von Größenschwellen aus. Dazu zählen: Absturzgefahr über 7 Meter, Arbeiten in der Nähe von Hochspannungsleitungen, Erdarbeiten in instabilem Boden, Arbeiten mit Sprengstoffen, Arbeiten in Druckluft, Arbeiten mit Asbest oder anderen krebserzeugenden Stoffen, Brunnen- und Tunnelbau, Taucharbeiten.

In der Praxis ist der SiGe-Plan bei rund 60 Prozent der deutschen Hochbau-Baustellen Pflicht. Bei reinen Einfamilienhaus-Neubauten mit unter 20 Beschäftigten entfällt die Pflicht meist. Bei Mehrfamilienhaus, Gewerbe- und Industriebauten ist sie der Regelfall.

Detailthema: Baustellenverordnung verständlich erklärt.


Was muss der SiGe-Plan enthalten?

Der SiGe-Plan-Inhalt ist in der RAB 31 (Regel zum Arbeitsschutz auf Baustellen) konkretisiert. Pflichtbestandteile sind: Beschreibung der Baustelle und des Bauvorhabens, beteiligte Firmen mit Verantwortlichen, zeitliche Abfolge der Gewerke, gefährdungsspezifische Schutzmaßnahmen pro Bauphase, Erste-Hilfe-Organisation und Notfallplan.

Baustellen-Beschreibung ist der einleitende Teil mit Bauvorhaben-Daten: Adresse, Bauherr, Bauleiter, SiGeKo, Bauzeit, Art des Bauwerks, geplante Gewerke-Liste. Erforderlich sind Pläne der Baustelleneinrichtung mit Lage der Sozialräume, Erste-Hilfe-Punkte und Fluchtwege.

Beteiligte Firmen werden mit Firmenname, Verantwortlichem auf der Baustelle, Tätigkeitsbereich und Beschäftigten-Anzahl aufgelistet. Die Liste wird im Laufe des Bauprojekts aktualisiert, wenn neue Nachunternehmer hinzukommen. Bei Vergabe an Subunternehmer übernimmt der Generalunternehmer die Aktualisierungs-Pflicht.

Zeitliche Abfolge zeigt die Reihenfolge der Gewerke mit überlappenden Tätigkeiten und kritischen Schnittstellen. Hier werden zeitliche Konflikte sichtbar: wenn etwa Rohbau-Beton-Decke gleichzeitig mit Sanitär-Rohinstallation läuft, entstehen besondere Gefährdungen durch herabfallende Werkzeuge, die im SiGe-Plan zu adressieren sind.

Gefährdungsspezifische Schutzmaßnahmen sind das Kernstück des Plans. Pro Bauphase werden Gefährdungen identifiziert und Schutzmaßnahmen festgelegt: Absturzsicherung an Decken-Rändern, Anseilschutz auf Dächern, Verbau bei Erdarbeiten, PSA-Vorgaben. Die Maßnahmen sind nach STOP-Prinzip zu wählen: Substitution, Technisch, Organisatorisch, Persönlich.

Erste-Hilfe-Organisation umfasst Ersthelfer-Liste mit Telefon, Standorte der Verbandkästen, Erste-Hilfe-Punkt auf der Baustelle, Adressen des nächsten Krankenhauses und Notruf-Nummern.

Notfallplan beschreibt das Verhalten bei Unfällen, Bränden, Erdbeben oder anderen Notfällen. Pflicht-Bestandteile sind Sammelstelle bei Evakuierung, Alarmierungs-Kette, Zufahrt für Rettungsdienst, Schutzraum bei Witterungs-Extremen.

Detailthema: Baustellensicherheit und Erste Hilfe Baustelle.


Wer erstellt den SiGe-Plan?

Der SiGe-Plan wird vom Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) erstellt, der vom Bauherrn bestellt wird. Bei kleinen Baustellen ohne SiGeKo-Pflicht kann der Bauherr den Plan auch selbst oder durch den Bauleiter erstellen lassen. Externe Dienstleister wie Sicherheitsingenieurbüros sind eine häufige Variante.

SiGeKo als Standard-Ersteller ist die häufigste Variante bei mittelgroßen und großen Baustellen. Der SiGeKo ist unabhängig vom Bauleiter und arbeitet im Auftrag des Bauherrn. Pflicht ist eine Qualifikation nach RAB 30: Ingenieur-Studium oder vergleichbar plus Zusatzausbildung zum SiGeKo. Honorar liegt bei 60 bis 120 Euro pro Stunde.

Bauleiter als Ersteller kommt bei kleinen Baustellen ohne SiGeKo-Pflicht vor. Der Bauleiter erstellt den Plan im Rahmen der HOAI Leistungsphase 5 oder 8. Vorteil: keine zusätzliche Honorar-Position. Nachteil: Doppelrolle als Planer und Überwacher kann zu Interessenskonflikten führen.

Externe Sicherheitsingenieurbüros sind die Variante für mittlere Baustellen, bei denen der Bauherr keinen eigenen SiGeKo bestellen will, aber auch keine Bauleiter-Doppelrolle haben möchte. Dienstleister erstellen den Plan auf Basis der Baupläne, oft pauschal pro Bauvorhaben.

💡 Expert Insight

💡 Expert Insight

In der Praxis wird der SiGe-Plan oft als statisches Dokument behandelt: einmal zu Baubeginn erstellt, danach abgelegt. Das ist der größte Fehler im Sicherheits-Management. Ein guter SiGe-Plan wird mindestens alle 4 bis 6 Wochen aktualisiert, wenn sich die Baustellen-Situation ändert. Drei Routinen zahlen sich aus. Erstens, bei jedem neuen Nachunternehmer den Plan-Punkt zur Gewerke-Liste aktualisieren. Zweitens, bei jedem Beinahe-Unfall den Plan-Punkt der entsprechenden Gefährdung überarbeiten. Drittens, alle 4 Wochen den Plan in der Polier-Bauleiter-Besprechung durchgehen und die nächsten Bauphasen-Spezifika antizipieren. Wer den SiGe-Plan als Steuerungsinstrument statt als Pflicht-Dokument versteht, vermeidet 60 bis 80 Prozent aller meldepflichtigen Unfälle.


Welche SiGe-Plan-Software ist sinnvoll?

Marktführende SiGe-Plan-Software im DACH-Raum sind SiGeBau (Sicherheitsingenieur-Standard), Quentic (umfassende HSE-Plattform), Adams (Bau-spezialisiert) und CGM CompuGroup (Großunternehmer-Lösung). Preisniveau 30 bis 80 Euro pro Nutzer und Monat. Excel-Vorlagen reichen für Kleinbaustellen ohne SiGeKo-Pflicht.

SiGeBau ist die Standard-Software bei freiberuflichen SiGeKos. Stärken: Vorlagen-Bibliothek mit RAB-31-konformer Struktur, Foto-Verknüpfung für Baustellenbegehungen, Export in PDF und Word. Preisniveau 39 bis 59 Euro pro Nutzer und Monat. Geeignet für SiGeKo-Büros mit 1 bis 10 Mitarbeitern.

Quentic ist die umfassende HSE-Plattform mit SiGe-Plan-Modul plus Gefährdungsbeurteilung, Unterweisungs-Verwaltung und Audit-Management. Stärken: Multi-Standort-Verwaltung, Schnittstellen zu ERP-Systemen, internationale Verfügbarkeit. Preisniveau 60 bis 80 Euro pro Nutzer und Monat. Geeignet für Bauunternehmer ab 50 Mitarbeitern.

Adams ist die deutsche Software speziell für Bau-Sicherheits-Management. Stärken: tief integrierte Bau-Workflows, Schnittstellen zu Bauzeitenplan und Bautagebuch, App für Baustellen-Begehungen. Preisniveau 40 bis 70 Euro pro Nutzer und Monat. Geeignet für Generalunternehmer mit eigenem SiGeKo.

Excel-Vorlagen reichen für Kleinbaustellen ohne SiGeKo-Pflicht. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) stellt kostenlose Vorlagen auf ihrer Webseite bereit, ebenso Architektenkammern einzelner Bundesländer. Bei Excel ist die wöchentliche Aktualisierung manuell schwerer durchzuhalten als bei spezialisierter Software.


Welche Kaufempfehlungen gibt es?

Die Software- und Fachliteratur-Auswahl richtet sich nach Projekt-Größe und Rolle. Wir empfehlen drei Stufen: kostenlose BG-BAU-Vorlagen plus Fachbuch für Bauleiter mit gelegentlicher SiGe-Plan-Pflicht, Spezial-Software wie SiGeBau für SiGeKo-Büros, integrierte HSE-Plattformen wie Quentic oder Adams für Bauunternehmer.

⚠️ Wichtiger Hinweis

Bei Verstoß gegen die SiGe-Plan-Pflicht drohen Bußgelder bis 25.000 Euro pro Verstoß und Bauarbeits-Stopp durch das Aufsichtsorgan. Bei Personenschäden wegen fehlendem SiGe-Plan kommen strafrechtliche Konsequenzen wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung dazu. Die Haftung trifft Bauherrn und SiGeKo gemeinsam, die Verantwortlichkeit lässt sich nicht vertraglich auf einen Dritten verlagern.

Fachliteratur zur SiGe-Plan-Erstellung ist die wichtigste Investition für Bauleiter und SiGeKos. Die folgenden Kategorien decken die wichtigsten Praxis-Aspekte ab.

Kaufratgeber: Worauf bei Software und Büchern achten?

Sechs Kriterien sind entscheidend: RAB-31-konforme Vorlagen-Bibliothek, integrierte Gefährdungsbeurteilung nach Branche, Foto- und GPS-Verknüpfung für Baustellenbegehungen, Mehrnutzer-Workflow zwischen SiGeKo und Bauleiter, Export-Funktionen in PDF und Word, Versions-Verwaltung mit Audit-Trail.

Empfohlene Fachliteratur zur SiGe-Plan-Erstellung und Baustellensicherheit:


Wie wird der SiGe-Plan in der Praxis fortgeschrieben?

Der SiGe-Plan ist kein statisches Dokument, sondern wird während der Bauphase regelmäßig fortgeschrieben, wenn sich die Baustellen-Situation ändert. Typische Auslöser für Fortschreibung sind neue Nachunternehmer, geänderte Arbeitsverfahren, zusätzliche Gefahrenquellen oder Umstellung der Bauablaufplanung.

Die Fortschreibung erfolgt durch den SiGeKo nach Baustellenbegehungen, die alle 2 bis 4 Wochen stattfinden sollten. Bei jeder Begehung werden die aktuell wirkenden Gefährdungen mit dem geplanten Stand abgeglichen. Abweichungen werden im Plan aktualisiert und allen Beteiligten kommuniziert.

Wichtige Trigger-Ereignisse für Fortschreibung:
– Neuer Nachunternehmer betritt die Baustelle: Aktualisierung der Firmen-Liste, ergänzende Gefährdungsbeurteilung der neuen Tätigkeit
– Beinahe-Unfall mit relevanter Gefährdung: Verstärkung der Schutzmaßnahmen, Unterweisung aller Beteiligten
– Wechsel zwischen Bauphasen (Rohbau zu Ausbau): komplett neue Gefährdungs-Lage, größerer Fortschreibungs-Block
– Wetter-Ereignisse mit Bauauswirkung (Hitze, Frost, Sturm): zusätzliche Schutzmaßnahmen für Beschäftigte
– Verzögerungen mit Parallel-Arbeiten: zusätzliche Schnittstellen-Risiken

Die Fortschreibung wird im SiGe-Plan-Dokument selbst dokumentiert, mit Versions-Stand und Änderungs-Historie. Bei Streit-Fällen vor Gericht ist die Versions-Geschichte des Plans wichtiger als der aktuelle Stand, weil sie zeigt, wie sich die Sicherheits-Lage entwickelt hat.


💬 Meine Einschätzung

Die gängige Annahme lautet, der SiGe-Plan sei Bürokratie ohne Praxis-Mehrwert. In der Bauleiter-Praxis zeigt sich das Gegenteil: ein gut geführter SiGe-Plan ist der wichtigste Hebel zur Vermeidung der teuersten Unfälle. Drei Erkenntnisse zahlen sich am stärksten aus. Erstens, beim Bauanfang 4 bis 8 Stunden in eine wirklich detaillierte Gefährdungsbeurteilung investieren, statt vorgefertigte Vorlagen ungelesen zu übernehmen. Zweitens, monatliche Polier-SiGeKo-Begehung als feste Routine einplanen, das verhindert Drift zwischen Plan und Realität. Drittens, bei Personalwechsel die SiGe-Plan-Unterweisung als ersten Programmpunkt vor Arbeitsaufnahme machen, das zeigt jedem Neuen die Sicherheits-Priorität auf der Baustelle. Wer den SiGe-Plan als lebendiges Steuerungsinstrument führt statt als einmaliges Pflicht-Dokument, hält die Unfallquote unterhalb des Branchen-Durchschnitts.

✓ Das Wichtigste in Kürze

  • SiGe-Plan-Pflicht ab 30 Arbeitstagen mit 20 Beschäftigten oder 500 Personentagen oder besonders gefährlichen Arbeiten
  • Ersteller: SiGeKo (Standard), Bauleiter (kleine Baustellen), externes Sicherheitsingenieurbüro
  • Pflichtinhalte nach RAB 31: Baustelle, Firmen, Abfolge, Schutzmaßnahmen, Erste-Hilfe, Notfall
  • Software: SiGeBau (40-60 €), Quentic (60-80 €), Adams (40-70 €) pro Nutzer/Monat
  • Erstellungs-Honorar SiGeKo: 60-120 €/Stunde, pauschal 500-3.000 € je Projekt
  • Bußgelder bei Verstoß bis 25.000 € plus Bauarbeits-Stopp und strafrechtliche Folgen bei Personenschäden

Häufige Fragen zum SiGe-Plan

Diese Fragen tauchen bei Bauleitern, Bauherren und SiGeKos regelmäßig auf und ergänzen die Hauptkapitel.

Wer muss den SiGeKo bestellen?

Der Bauherr ist nach Baustellenverordnung § 3 verantwortlich für die SiGeKo-Bestellung. In der Praxis übernimmt das oft der Bauleiter im Auftrag des Bauherrn, etwa über Empfehlung eines bekannten SiGeKo-Büros. Die formale Bestellung muss schriftlich erfolgen mit Bezeichnung des Bauvorhabens, Bauzeit und Honorar-Konditionen.

Kann der Bauleiter auch SiGeKo sein?

Theoretisch ja, sofern er die SiGeKo-Qualifikation hat und die Doppelrolle nicht zu Interessenkonflikten führt. In der Praxis wird die Trennung bevorzugt, weil der Bauleiter Termin-Druck und Bauherrn-Wünsche balancieren muss, was mit der unabhängigen Sicherheits-Bewertung kollidieren kann. Bei kleinen Baustellen mit niedrigem Risiko ist die Personalunion akzeptabel.

Was kostet ein SiGe-Plan inklusive SiGeKo-Honorar?

Für eine typische Wohnbau-Baustelle mit 6 Monaten Bauzeit liegen die Gesamt-Kosten bei 1.500 bis 4.000 Euro: Plan-Erstellung 500 bis 1.500 Euro, laufende Begehung und Fortschreibung 100 bis 200 Euro pro Begehung über 4 bis 6 Begehungen, Abschluss-Dokumentation 200 bis 500 Euro. Bei Großprojekten mit 18 Monaten Bauzeit können die Kosten 10.000 bis 25.000 Euro erreichen.

Wie wird die Unterlage für spätere Arbeiten erstellt?

Die Unterlage für spätere Arbeiten ist eine zweite SiGeKo-Pflicht parallel zum SiGe-Plan. Sie dokumentiert sicherheitsrelevante Informationen für spätere Wartungs-, Umbau- und Abbruch-Arbeiten am fertigen Bauwerk. Pflichtinhalte sind Lage gefährlicher Materialien (Asbest, Sondergrenzen), Anschlagpunkte für Wartungsarbeiten, Konstruktions-Details mit Sicherheitsbezug. Bauherr bewahrt die Unterlage 50 Jahre auf.

Welche Strafen drohen bei fehlender SiGe-Plan-Erstellung?

Bei nicht vorhandenem SiGe-Plan drohen Bußgelder von 5.000 bis 25.000 Euro je nach Bundesland und Schwere. Bei Personenschäden auf der Baustelle wegen fehlendem Plan kann das Aufsichtsorgan strafrechtliche Anzeige erstatten, die zu Bewährungs- oder Haftstrafen führen kann. Der Bauleiter haftet persönlich, sofern er als verantwortliche Person für die Baustelle bestellt ist.


Quellen und weiterführende Literatur

Die folgenden Quellen sind die rechtlichen und fachlichen Grundlagen für die SiGe-Plan-Erstellung in Deutschland.

  • Baustellenverordnung (BaustellV) · gesetze-im-internet.de · Verordnung mit den Pflichten für Bauherrn, SiGeKo und SiGe-Plan-Erstellung
  • RAB 31 SiGe-Plan · baua.de · Regel zum Arbeitsschutz auf Baustellen mit Inhaltsanforderungen an den SiGe-Plan
  • RAB 30 SiGeKo-Qualifikation · baua.de · Regel zum Arbeitsschutz mit Qualifikations-Anforderungen für SiGeKos
  • DGUV Regel 101-038 Bauarbeiten · publikationen.dguv.de · Branchenregel der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit Schutzmaßnahmen
  • BG BAU SiGe-Plan-Vorlagen · bgbau.de · Kostenlose Vorlagen und Mustertexte der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) · gesetze-im-internet.de · Grundgesetz des Arbeitsschutzes mit Fürsorgepflichten und Gefährdungsbeurteilung